Unsere Kollegin Jennifer war im November 2023 mit der EXPLORA I auf Einladung von Explora Journeys in der Karibik unterwegs. Hier berichtet sie über ihre Eindrücke.
Das Schiff EXPLORA I
Die EXPLORA I ist das erste Schiff von Explora Journeys, der neuen Luxus Lifestyle Kreuzfahrtmarke der MSC-Gruppe. Insgesamt ist eine Flotte von sechs Schiffen geplant. Alle Explora Journeys-Schiffe werden mit den neuesten Umwelt- und Meerestechnologien ausgestattet, darunter die selektive katalytische Reduktionstechnologie, die Möglichkeit, Landstrom anzuschließen, Unterwasser-Lärmschutzsysteme zum Schutz von Meereslebewesen und ein umfassendes Angebot an energieeffizienten Geräten an Bord, um die Nutzung der Motoren zu optimieren und die Emissionen weiter zu senken.
Am 01. August 2023 brach das erste Schiff seiner Art auf Jungfernfahrt ab Kopenhagen auf. Und am 12. Oktober 2023 fand die feierliche Taufe in New York im Manhattan Cruise Terminal statt. Taufpatin des Schiffes ist die renommierte Meeresbiologin und Ozeanografin Dr. Sylvia Earle.
Update Flotte:
EXPLORA II wurde im Sommer 2024 in Dienst gestellt und bis April 2025 im Mittelmeer eingesetzt. Die EXPLORA II wurde erstmals am 06. September 2023 bei einer Auslaufzeremonie in der Nähe von Genua, Italien, zu Wasser gelassen.
EXPLORA III und EXPLORA IV werden beide mit Flüssigerdgas betrieben und 2026 bzw. 2027 in Dienst gestellt. Der Bau des LNG-betriebenen Schiffes EXPLORA III begann am 06. September 2023 mit der Stahlschnittzeremonie. Im Sommer 2026 wird es zur Flotte stoßen. Die EXPLORA III wird zunächst in Nordeuropa kreuzen bevor Sie dann im Winter in die Karibik wechselt. Das neue Luxus-Schiff wird bei einer leicht gesteigerten Schiffsgröße mit einer zusätzlichen Owner’s Residence ausgestattet. So stehen 313 Ocean Suiten, 109 Ocean Penthouses, 39 Ocean Residences und 2 Owner’s Residences zur Wahl. Auch das kulinarische Erlebnis soll auf dem neuen Schiff erweitert werden, ebenso wie der Bereich „Ocean Wellness – The Spa“ und der Nautilus Club für Kinder und Jugendliche.
EXPLORA V und EXPLORA VI werden 2027 bzw. 2028 in Dienst gestellt. Beide Schiffe werden über modernste Energieeffizienzmaßnahmen verfügen und in der Lage sein, alternative Kraftstoffe wie Bio- und Synthesegas zu verwenden. Diese beiden Schiffe werden Flüssigwasserstoff mit Brennstoffzellen für den Hotelbetrieb verwenden, während sie in den Häfen angedockt sind, um Kohlenstoffemissionen zu vermeiden, wenn die Motoren der Schiffe ausgeschaltet sind.
Das Konzept der neuen Marke: Lebendig, kosmopolitisch, entspannt. Europäischer Luxus auf See für anspruchsvolle Reisende.
Die neue Kreuzfahrtmarke bietet ungezwungenen Luxus für maximal 900 Gäste in komfortablen Suiten, Penthouses und Residences. Jede der 461 Suiten hat mindestens 35 Quadratmeter, raumhohe Fenster und eine private Terrasse. Mit 1,25 Gästen pro Gastgeber steht aufmerksamer, unaufdringlichen Service im Vordergrund. Die im Reisepreis enthaltenen Getränke genießt man in zwölf verschiedenen Bars und Lounges. Gespeist werden kann zu flexiblen Zeiten in sechs unterschiedlichen Restaurants (oder auch ganz privat in Ihrer Suite). In den Restaurants wird Kulinarik aus aller Welt serviert, der Schwerpunkt liegt auf gesunden, lokalen Zutaten.
Informationen zum Schiff
- Tonnage: 63.900 BRZ
- Länge / Breite: 248 m / 32 m
- Bordsprache: Englisch (Deutschsprachiger Gästeservice)
- Decks / Passagierdecks: 14 (davon Passagierdecks: 11)
- Bauwerft: Fincantieri (Italien)
- Baujahr: 2023
Die Suite
Unsere Ocean Terrace Suite (OT4) Nr. 9036 lag im vorderen Bereich des Schiffs.
Die Suite ist wunderschön mit liebevollen Details eingerichtet (es gibt zum Beispiel einen Raumtrenner, der aus einen offenen Regal besteht, das mit Büchern und kleinen netten Gegenständen ausgestattet ist) und mit ca. 35 Quadratmetern richtig groß. (Wohnbereich: 28 m², Veranda 7 m²)Sie verfügt über eine private Terrasse mit einem Tisch und zwei Stühlen (perfekt zum Frühstücken) und einem gemütliches Daybed. (Das Daybed bietet allerdings nur einer Person Platz. Schade, dass nicht für 2 Personen eine Liegemöglichkeit geschaffen wurde.)
Durch den begehbaren Kleiderschrank mit Schminktisch (mein Highlight: der Dyson-Föhn dort) gelangt man in das Bad. Das sehr geräumige mit Marmor gestaltete Badezimmer hat eine Fußbodenheizung, eine große ebenerdige Dusche mit Glastür, ein WC, ein großes Waschbecken und natürlich eine Vielzahl an luxuriösen markeneigenen Pflegeprodukten. Durch den separaten Schminktisch im Kleiderschrank kommt man sich nicht ins Gehege, wenn sich beide gleichzeitig fertig machen. Ein Pluspunkt!
Seitlich des unfassbar bequemen großen Doppelbetts befinden sich kleine Nachtische mit integrierten USB und USBC-Anschlüssen. Außerdem verfügen die Nachttische auch über kabellose Ladestationen (also einfach das Mobiltelefon auf die markierte Fläche des Nachtischs legen und der Ladevorgang startet). Generell verfügt die Suite über viele Steckdosen und indirekte Lichter bzw. ist jedes Licht dimmbar. Die Internetverbindung auf der EXPLORA I wird übrigens via Starlink angeboten; schnell und gut. (Der Internet-Zugang ist im Reisepreis enthalten.)
Ein weiteres Gimmick, das uns gut gefallen hat, sind die Bewegungsmelder unterm Bett. Sobald man aufsteht, wird ein indirektes Licht angeschaltet. So findet man auch nachts in der ansonsten erfreulich dunklen Kabine seinen Weg zum Bad. Und der Platz unter dem Bett ließ auch das Verstauen der Koffer zu.
Zur Begrüßung stand in der Suite eine Flasche Champagner bereit. Toll ist auch, dass man sich aussuchen kann, mit welchen Getränken die Minibar bestückt werden soll.
Das Trinkwasser wird an Bord eigens aufbereitet. Überall an Bord gibt es Wasserstationen, an denen man auch die Wasserflasche auffüllen kann, die einem zur Verfügung gestellt wird und die man auch auf die Landausflüge mitnehmen kann.
Hier können Sie sich die Suite anschauen:
Die Route
Reise vom 13. – 23. Dezember 2023
Miami/USA – 3 Seetage – San Juan/Puerto Rico – Spanish Town/Virgin Gorda, Britische Jungferninseln – Samana/Dominikanische Republik – Seetag – Ocean Cay/Bahamas – Miami/USA
Leider war der Wettergott nicht auf unserer Seite: Sturm und Regen waren unsere Begleiter. Der erste Hafen, Bassetterre auf St. Kitts und Nevis, fiel aus. Es gab einen medizinischen Notfall an Bord und wegen des Wetters konnte kein Hubschrauber landen. Auch das Anlegen war nicht möglich, deshalb kehrte das Schiff zurück nach Miami. Im Gegensatz zu anderen, sehr großen Schiffen, die dem Sturm zu viel Angriffsfläche bieten, konnte die EXPLORA I aber wieder die Fahrt aufnehmen. Die großen Schiffe wurden zum Teil komplett umgeroutet. Wir hatten teilweise recht hohen Wellengang und konnten unsere Terrasse nur bedingt genießen. Aber insgesamt war es trotzdem eine schöne Reise.
Einschiffung
Die wahrscheinlich schnellste Einschiffung meines Lebens: Angekommen im Cruise Terminal wurden die Koffer abgegeben, danach gab es im Terminal ca. 10 kleine Tische, an denen der Check-in stattfand.
Wir waren super schnell fertig, bekamen die schön gestalteten Bordkarten und wurden an Bord (im Crema Cafè) mit Champagner (oder wahlweise Orangensaft) begrüßt – die Kabine war um 12:00 Uhr auch schon bezugsbereit.
Restaurants
Auf der EXPLORA I gibt es fünf Restaurants. Außerdem werden am Hauptpool Crêpes und Eis serviert, im Crema Cafè gibt es neben Kaffee und Tee auch feine Gebäckspezialitäten und Eis. In der Explora Lounge kann man mit einem tollen Blick auf das Meer Snacks oder auch einen klassischen Afternoon Tea genießen. 120 Köchinnen und Köche sind für das leibliche Wohl der Gäste zuständig. Der Schwerpunkt liegt in allen Restaurants auf der regionalen Herkunft der Zutaten.
Med Yacht Club
Im Stil eines Yacht-Clubs und in entspannter Atmosphäre werden hier Aromen und das Dolce Vita des Mittelmeerraums zelebriert.
Hier gab es unter anderem eine große Auswahl an Tapas zum Teilen und Vorspeisen wie Croquetas, Patatas Bravas, Rindercarpaccio und Halloumi-Salat. Besonders gut schmecke uns das Risotto ai porcini sowie das Rinderfilet in Amarone.
Das Med Yacht Club gehört übrigens mit dem Fil Rouge zu den beiden Hauptrestaurants – hier braucht man keine Reservierung.
Fil Rouge
Feinste internationale Küche mit französischem Touch.
Hier gab es zum Beispiel Jakobsmuschel-Carpaccio mit Calvisius-Oscietra Kaviar, Burgunderschnecken, Kalbsfilet Wellington mit Steinpilzfüllung, Erntegemüse und Trüffel-Demi-Glace und ein leckeres karamellisiertes Mille-feuille.
Im Fil Rouge kann man auch frühstücken.
Sakura – Mein Highlight
Hier kann man feinste panasiatische Küche und Sushi genießen: zum Beispiel „Soft shell crab tempura“, „Wagyu beef tataki“, „Black Angus Sirloin Steak“ und natürlich alles, was das Sushi-Herz begehrt. (Mein Tipp: mittags braucht man in diesem Spezialitäten-Restaurant keine Reservierung!)
Marble & Co. Grill
Ein neu interpretiertes Steakhouse im europäischen Stil.
Meine liebste Vorspeise: Rote Beete mit Ziegenkäse! Das Filet Mignon war auf dem Punkt gegart und toll war auch die große Auswahl an Beilagen: Ich hatte eine Ofenkartoffel mit Trüffel-Topping. Auch die Dessertkarte lässt keine Wünsche offen: der Yuzu Cheesecake war super leicht und den Explora Journeys Signature Chocolate Brownie kann ich auch sehr empfehlen!
Emporium Marketplace
Ganztägig entspanntes Speisen – mit einer Vielfalt an Aromen und Köstlichkeiten aus aller Welt.
Das erste Buffet-Restaurant auf einem Schiff, das mich zu 100 % überzeugt: Mir gefiel vor allem die Unterteilung in die verschiedene Bereiche wie Sushi, Destination Food, frische Pasta, Pizza, Seafood, Fleisch & Burger, Salattheke, Käsevariationen und Obst bzw. Dessert.
Die Speisen werden hinter Glas sehr schön präsentiert und von Crewmitgliedern liebevoll angereicht. Getränke werden am Platz aufgenommen und gebracht.
Mich hat das Restaurant vor allem wegen der tollen Fensterfronten mit Zweiertischen, dem Service, der Ruhe und dem vielen Platz und der riesigen sowie wechselnden Auswahl an Gerichten überzeugt.
In-Suite Dining
Elegant speisen – ganz bequem in Ihrer Suite oder auf Ihrer privaten Terrasse.
Natürlich wurde auch meine Lieblings Kategorie auf Herz & Nieren getestet: Das Filet Mignon wurde heiß und medium rare pünktlich wie die Maurer serviert. (Ich frage mich, ob der Room Service heimlich vor der Kabinentür gewartet hat). Gleiches beim „Frühstückstest“: morgens um Punkt 07:00 Uhr klopfte es an der Tür. Es gab Pancakes, eine Obstplatte, Käsevariation mit Brot, ein Avocado-Toast mit blanchiertem Ei und Smoothies. Alles frisch und lecker.
Anthology
Das Anthology ist das einzige kostenpflichtige Restaurant an Bord der Explora I. Hier werden mehrgängige Menüs von wechselnden, hochkarätigen Gastköchen zubereitet.
Wir haben das Restaurant nicht getestet, da das Menu auf dieser Reise sehr fisch- und kaviarlastig war. Beides nicht unbedingt mein Geschmack. Allerdings waren all unsere Bekanntschaften an Bord, die dort gegessen haben, sehr begeistert.

Entertainment an Bord
Ich fand es wirklich überraschend, wie viel auf diesem vergleichsweise kleinen Schiff geboten wird.
Für die Sportskanonen gibt es eine Auswahl an Fitness-, Meditations- und Ernährungskursen. Auf Deck 14 kann man an der frischen Luft trainieren. Auf den dort aufgestellten Fitness-Geräten. Auch Tanzkurse wurden nachmittags in der Lounge angeboten.
Egal ob Wein, Rum oder Whiskey – bei zahlreichen Tastings in der Lobby-Bar kann man sich vormittags kostenfrei durchprobieren. Wer danach noch fit ist, hat die Möglichkeit, (gegen Gebühr) an einer Kochklasse in der „Chef’s Kitchen“ teilzunehmen oder entspannt den Nachmittagstee in der Explora Lounge einzunehmen.
Musikalisches: Abgesehen von den Live-Darbietungen in den Bars, gibt es auch verschiedenste Abendshows in der Journeys Lounge.
Wer seine Mitreisenden von seinem Gesangstalent überzeigen möchte, kann das beim Karaoke in der Astern Lounge versuchen.
Es gab auch einen „Dress to impress – Maskenball“, leider fand dieser erst gegen 22:00 Uhr statt – daher habe ich diesen verschlafen.
Was noch?
Ein bisschen durch die Bord-Shops flanieren. Hier gibt es auch einen Shop, um den schon im Vorfeld einiges an Aufheben gemacht wurde: Rolex. Die Besonderheit hier ist, dass der Reederei aufgrund eines Deals mit dem Luxus-Uhrenhersteller ein gewisses Kontingent an Uhren zur Verfügung gestellt wird, das direkt im Bord-Shop gekauft und mitgenommen werden kann. Eher unüblich bei Rolex, wo man sonst schon mal eine ganze Zeit auf seine gekaufte Uhr warten muss. Wie ich gehört habe, wird dieser ganz besondere Service wohl sehr gut genutzt.
Immer schön: das Auslaufen des Schiffs mit „Time to say goodbye“ im Ohr und Drinks in der Hand am Astern Pool erleben. Auch für das körperliche Wohlbefinden ist gesorgt: im Spa kann man (kostenpflichtige) Massagen und Behandlungen genießen oder einfach nur entspannen. Und an den verschiedenen Pools (es gibt vier davon und einige Whirlpools) lässt sich wunderbar Sonne tanken.
Mein Highlight: Jeden Abend gab es um 17:00 Uhr einen kurzen Talk über den morgigen Hafen. Es wurden immer die Top 5 Sehenswürdigkeiten inklusive Fahrtweg und Kosten vorgestellt.
Meine Landausflüge
Dieser Teil fiel leider etwas klein aus, aber hier eine kurze Vorstellung:
Miami
Mittagessen in der Versace Mansion. (Kulinarisch leider nur eine 4 von 10. Allerdings ist die tolle Villa von Gianni Versace wirklich sehenswert.)
San Juan
Hier gab es für uns einen Spaziergang über die Insel: Entlang der süßen bunten Häuser, der schmalen Gassen und zum Schluss noch über den Weihnachtsmarkt.
Spanish Town
Mit einem weiteren Pärchen haben wir uns auf dem Weg zu „The Baths“ gemacht. Das sind riesige Felsen, die eine Reihe von natürlichen Schwimmbecken und spektakulären Grotten bilden. Mit dem Taxi sind wir pro Person und Strecke für 5 USD zu dem Nationalpark gefahren, der Eintritt kostete 3 USD. Wir sind erst zum Nachbarstrand von The Baths, Devil’s Bay, gewandert. An diesem weißen Stand war sehr wenig los und man hatte die Möglichkeit, in Ruhe zu baden und zu schnorcheln.
Anschließend haben wir uns auf den abenteuerlichen Weg zu The Baths gemacht: dieser führt durch Felsspalten und über Treppen bzw. musste man sich durchs Wasser abseilen. Angekommen erwartete uns die von so vielen Fotos bekannte Kulisse von „The Baths“. Hier konnte man ebenfalls Baden, es gab aber auch eine kleine Bar, Toiletten und zwei kleine Souveniershops zur Verfügung.
Der Ausflug ist eine klare Empfehlung von mir. Der Ort ist nicht überlaufen und der Ausflug war preisgünstig.
Samana
… ist leider durch die Unwetter ins Wasser gefallen.
Da die Traumstrände mit dem Taxi über eine Stunde entfernt waren, haben wir uns für einen kurzen Spaziergang entschieden. Sollte ich allerdings noch einmal bei gutem Wetter nach Samana kommen, würde ich auf jeden Fall einen Ausflug auf Cayo Levantado machen – hier gibt es malerische Stände und es soll einer der Drehorte der Bacardi-Werbung (erinnern Sie sich noch daran?) gewesen sein.
Ocean Cay
… war unser letzter und schönster Stopp.
Angekommen auf der Privatinsel bekamen alle Gäste erst einmal eine Sightseeing Tour mit dem Golf Cart. Die Insel bietet kleine Souvenirshops, zahlreiche Bars, Restaurants, Foodtrucks und natürlich Traumstrände.
Es gibt zudem einen gratis Verleih mit Paddelboards, Kajaks und Schnorchelausrüstung. Ebenfalls befindet sich auf der Insel ein Spa und ein Hochzeitspavilion. Wir haben haben uns erst am „Great Lagoon‘s shallow“ niedergelassen – kristallklares Wasser zum Schnorchen, eine Vielzahl an Liegen und eine Bar direkt nebenan.
Als der Wind aufgezogen ist, sind wir rüber zum „Wonderful Seaview Beach“ gegangen: Hier waren ganz viele windgeschützte Liegestühle und Tische, ein Foodtruck mit u. a. einem riesen Salat- und Obstbuffet und eine Bar.
Große Empfehlung: Abends um 18:00 Uhr die Lightshow vom Leuchtturm anschauen – dieser ist übrigens begehbar und auch ein toller Aussichtspunkt.

Mein Fazit
Diese Reise war meine 17te Kreuzfahrt und die bisher schönste. Mit der EXPLORA I hat Explora Journeys ein Schiff mit dem Flair eines schwimmenden Luxushotels geschaffen.
Ich liebe den Aufbau des Schiffs, ganz ohne Foyer/Atrium und Rezeption, stattdessen mit der Lobbybar als Zentrum und der Gangway am Crema Cafè.
Die Crew war ausgesprochen zuvorkommend und herzlich. Besonders hat mich der „Umgang“ mit dem Unwetter begeistert: Bedingt durch den starken Wellengang wurde kurzerhand das Buffet Restaurant auf Bedienung umgestellt. Viele der Servicekräfte begleiteten die Gäste über das Schiff, um sicher zu gehen, dass sich niemand verletzt. Und auch als der zusätzliche Seetag anfiel, wurde binnen einer Stunde ein neues Bordprogramm aufgesetzt. Ebenfalls möchte ich hervorheben, dass einige Besatzungsmitglieder Deutsch sprechen.
An Bord hatten wir eine Auslastung von 50 %. Die meisten Gäste waren 65+, es waren aber auch viele Pärchen um die 50 an Bord, sowie einige Gäste zwischen 25-35 Jahren und 5 Kinder.
Viele Nationen waren an Bord vertreten und der Umgang miteinander war offen und sehr herzlich. Explora Journeys hat für mich das gewisse Etwas – was ziemlich schwer in Worte zu fassen ist. Ich liebe die durchdachten Kleinigkeiten wie z. B. dass das Sakura-Restaurant einen Außenbereich hat, der an den Heckpool grenzt. Hier hat man die Möglichkeit, sich mittags eine Bento Box zu holen und dann diese in der Sonne zu genießen. Zudem wird einem auch kein Wunsch abgeschlagen: Als wir an der Poolbar gefragt haben, ob auch Eistee angeboten wird, hat der Barkeeper uns kurzerhand einen selbst gemacht (schwarzen Tee gekocht, Eiswürfel dazu, Zitronen mit der Hand gepresst und noch ein bisschen Zuckersirup dazu).
Super ist auch, dass Strandhandtücher zur Verfügung gestellt werden. Und auch die Explora Trinkflaschen wurden von uns häufig genutzt. Jedes Mal, wenn wir uns mit der Trinkflasche in der Hand auf den Weg zur Gangway machten, wurde man dort direkt angesprochen, ob man die Flaschen mit Wasser, Eiswürfeln und Zitronenscheiben gefüllt haben möchte. Der Service war wirklich in jedem Bereich erstklassig! Es war eine Traumkreuzfahrt und ich freue mich auf ein nächstes Mal.
Update – Neue Reise im Oktober 2024
Im Oktober 2024 hatten wir eine weitere Gelegenheit, die EXPLORA I und eine wunderschöne Mittelmeer-Route zu erkunden. Sina und Jennifer nehmen Sie mit:

Die Route
Reise vom 22. – 27. Oktober 2024
Piräus, Athen/Griechenland – Seetag – Korfu/Griechenland – Dubrovnik/Kroatien – Ancona/Italien – Fusina, Venedig/Italien
Einschiffung in Athen
Früh am Morgen ging unser Flug von Frankfurt nach Athen. Der kurzfristig am Vortag organisierte Gruppentransfer wartete bereits nach der Gepäckausgabe auf uns. In einer kleinen Gruppe von fünf wurden wir sehr komfortabel zum Hafen nach Piräus gebracht.
Dort angekommen, wurden wir herzlich von mehreren Mitarbeitern empfangen. Zwei kümmerten sich um unser Gepäck und ein weiterer führte uns direkt ins Hafenterminal. Zur Einreise mussten wir nur unsere Pässe vorzeigen, denn der Check-In fand an Bord in der Journeys Lounge statt. Wie gewohnt verlief dieser ohne Wartezeit und dauerte nur wenige Minuten. Zur Begrüßung wurde uns ein Glas Champagner gereicht.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Crema Café, wo Kaffee und Snacks als kleine Stärkung auf uns warteten. Mit neuer Energie gingen wir zur Suite, um sie zu inspizieren und zu beziehen. Danach stand ein ausgiebiger Rundgang über das Schiff auf dem Plan.
Am Nachmittag fand in der Lobby Bar ein Treffen der deutschsprachigen Gäste statt. Ein besonderes Highlight: Der Activity Manager erkannte Jennifer sofort wieder – wir hatten uns bereits auf meiner Karibikkreuzfahrt kennengelernt. Das Kennenlernen der anderen Gäste war ein gelungener Start. Wir trafen viele nette Menschen, auf deren Gesellschaft wir uns jeden Tag freuten.
Unser erstes Abendessen war im Med Yacht Club. Wir starteten mit einer Auswahl an Tapas, die wir als Gruppe teilten: Patatas Bravas, iberischer Schinken und Manchego-Käse waren nur einige der Köstlichkeiten. Die weiteren Vorspeisen waren ebenfalls exzellent – wir entschieden uns für Rindercarpaccio und einen Halloumi-Käse-Salat.
Die Speisekarten in den Restaurants wechseln nicht täglich, aber Explora Journeys bietet Tagesgerichte an. Jennifer entschied sich für die Tagespasta – Ravioli mit Trüffelfüllung – und Sina wählte den Fisch, der am Tisch für sie filetiert wurde. Ein Dessert passte an diesem Abend leider nicht mehr in unsere Mägen.

Seetag
Die erste Nacht an Bord war sehr erholsam! Sina war so motiviert, dass sie bereits um 6:30 Uhr das Fitnessstudio testete – was im Laufe der Reise zu ihrem morgendlichen Ritual wurde. Das Fitnessstudio ist mit den neuesten Geräten von TechnoGym ausgestattet. Die Cardiogeräte bieten sogar die Möglichkeit, Serien abzuspielen oder eine Joggingstrecke anzuzeigen – aber wer braucht schon eine virtuelle Strecke, wenn man einen echten, traumhaften Ausblick auf das Meer und in Sinas Fall auf den Sonnenaufgang hat?
Anschließend ging es zum Frühstück ins Emporium Marketplace. Das Buffetrestaurant bietet alles, was das Herz begehrt: von Müsli und Obst über Backwaren, Waffeln und Pancakes bis hin zu Eierspeisen und English Breakfast.
Da es überraschenderweise 25 °C warm war, machten wir uns auf zum Pool. Die Schiffe der Explora-Flotte sind perfekte Traumschiffe für schönes Wetter – und Dank des überdachten Pools auch ideal bei schlechtem Wetter. Aber eins nach dem anderen: Der erste Pool, den wir testeten, war der Astern Pool auf Deck 5. Dieser besticht durch eine Vielzahl an Sonnenbetten und einen Infinity Pool. Wir genossen die Sonne und gönnten uns 1-2 Gläser Orangensaft im Pool.
Unseren Aperitif am Abend nahmen wir an der Bar des Astern Pools ein. Mit einem fantastischen Blick auf die Kielwelle probierten wir die Cocktails aus. Unsere Empfehlungen:
- Strawberry Delight (Jennys Empfehlung):
Champagner, Erdbeersirup und Holundersirup. - Rosé Lover (Sinas Empfehlung):
Aperol, Passionsfruchtpüree und frisch gepresster Orangensaft.
Zum Abendessen hatten wir eine Reservierung im Sakura. Dank des schönen Wetters konnten wir draußen sitzen und die frische Brise genießen. (Falls die Brise etwas zu frisch wird, stehen Decken zur Verfügung.) Als Vorspeise gab es Edamame und Miso-Suppe. Sina entschied sich als Hauptgericht für das vegetarische Curry, während Jenny Sushi wählte: Maki mit Gurke, scharfes Maki mit Thunfisch, Nigiri mit Lachs und Maki mit knusprigem Tempura-Shrimp – letzteres wurde schnell unser Favorit!

Nach so viel köstlichem Essen wollten wir uns die Beine vertreten, und der letzte Programmpunkt kam wie gerufen: die 80er-Party in der Astern Lounge. Es war ein herausragender Abend mit fantastischen Drinks, viel Tanz und einem DJ, der jeden Musikwunsch erfüllte.
Korfu/Griechenland
Nach einer durchtanzten Nacht ging es am nächsten Morgen zu einem Bummel durch Korfu Stadt.
Der kostenfreie Shuttle von Explora Journeys fuhr alle 15 Minuten und brachte uns direkt ins Zentrum; die Haltestelle befand sich nahe der alten Venezianischen Festung (Eintritt in die Festung ab 6,00€ ). Nur etwa 400 Meter entfernt liegt auch der kleine Stadtstrand „Faliraki Bathing Beach“ mit angeschlossenem Restaurant. Mit angenehmen 25 °C an diesem Tag hätten die Bedingungen für einen Strandbesuch kaum besser sein können, jedoch hatten wir Bedenken, dass das Meerwasser zum Schwimmen bereits zu kühl sein könnte. So entschieden wir uns, durch die malerischen Gassen der Altstadt zu schlendern und ein paar Souvenirs zu kaufen.
Gegen Mittag kehrten wir zurück aufs Schiff, gönnten uns im Emporium Marketplace eine kleine Stärkung und verbrachten den Nachmittag am Atoll Pool. Zur Abkühlung gab es Himbeersorbet und Pistazieneis. Das absolute Highlight: Wir entdeckten Delfine. Und das direkt im Hafen von Korfu!
Am Abend machten wir uns früh fertig, um unseren obligatorischen Aperitif zu genießen. Diesmal wählten wir den höchsten Punkt des Schiffs – die Sky Bar auf Deck 14. Mit anderen Gästen genossen wir ein Gläschen bei entspannter House-Musik, während das Schiff aus dem Hafen auslief und die Sonne langsam unterging.
Anschließend hatten wir eine Reservierung im Marble & Co. Grill Steakhouse. Vorab ein Tipp: Die Explora Journeys App hat in den letzten Monaten ein Update erhalten. Jetzt kann man zum Beispiel ganz einfach über das Handy einen Tisch reservieren. Auch Hafeninformationen mit Liegezeiten, das Wetter und das Tagesprogramm (sowie eine Vorschau für die nächsten drei Tage) sind übersichtlich abrufbar.
Im Restaurant probierte Sina zu Anfang ein paar Weine – Jenny machte keine Experimente, sie entschied sich für ihren Lieblingsdrink: Hugo. Was von beiden zu Fleisch und Fisch besser passt, lassen wir an dieser Stelle offen … Wir fanden es super, dass uns kein Wunsch abgeschlagen wurde und es überall möglich ist, sein Wunsch-Getränk zu erhalten.
Zur Vorspeise gab es gebackene Rote Bete in Salzkruste mit Sainte-Maure-Ziegenkäse und Aprikosen-Balsamico (Jennys Favorit) sowie einen Mesclun-Salat (das sind verschiede Blattsalate) mit Roter Bete, Orange, Radieschen, Granatapfel und Feigenvinaigrette.
Für die Hauptspeise wählte Jenny das 20 Tage gereifte Rinderfilet, serviert mit einer in Butter gebackenen Kartoffel und Trüffeltopping, während Sina den gebratenen Atlantik-Heilbutt mit Kaffirlimetten-Algen, Sauce Hollandaise und gedünstetem Gemüse probierte. Nach diesem Festmahl war kaum noch Platz, aber den Yuzu-Cheesecake und den Karamell-Brownie ließen wir uns nicht entgehen.
Eigentlich hatten wir geplant, am Abend das Silent-Kino zu besuchen. Etwa zwei Mal pro Woche findet am Indoor-Pool ein Kinoabend statt: Man kann sich mit Decken auf die Sonnenliegen kuscheln und bekommt vom Servicepersonal der Bar Drinks, Popcorn, Cookies und weitere Snacks serviert. In einer ganz besonderen Atmosphäre schaut man mit Kopfhörern und auf einer großen Leinwand einen Kinofilm. – Leider kamen wir jedoch eine halbe Stunde zu spät.
So ließen wir den Abend stattdessen gemütlich in der Lobby Bar ausklingen.
Dubrovnik/Kroatien
Man könnte den Tag mit „geweckt von einem atemberaubenden Ausblick auf Dubrovnik“ einleiten – doch das trifft nicht ganz zu: Dank der fantastischen Verdunklungsvorhänge in unserer Suite war es noch stockdunkel! Umso schöner war die Überraschung, als wir am Morgen die Vorhänge öffneten und auf den Balkon traten.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, also genossen wir unser Frühstück wieder im Emporium Marketplace, wie an den vergangenen Tagen.
Anschließend fuhren wir mit dem Tender-Boot nach Dubrovnik. Das Schiff lag relativ weit außerhalb, sodass die Überfahrt etwa 20 Minuten dauerte. Ein echtes Highlight für uns, denn wir tuckerten gemütlich an den grünen Hügeln vorbei und genossen die Aussicht – fast wie eine kleine Bootstour. In Dubrovnik angekommen, schlenderten wir durch die Altstadt und stießen zufällig auf eines der besonderen Highlights: Jeden Tag versammeln sich die Tauben der Stadt auf den Dächern rund um den „Kirchenplatz“. Punkt 12:00 Uhr werden sie gefüttert – ein faszinierendes Spektakel!
Trotzdem müssen wir ehrlich zugeben, dass Dubrovnik nicht ganz unseren Erwartungen entsprach. Sollten wir diesen Hafen im Sommer erneut besuchen, würden wir lieber einen Bootsausflug mit Schwimmstopp bei den Blauen Höhlen und am Sunj Beach unternehmen.
Gegen Mittag kehrten wir an Bord zurück und testeten einen von Jennys „Geheimtipps“. Im Sakura-Restaurant kann man mittags ohne Reservierung speisen – aus einer speziellen Mittagskarte. Jenny probierte die täglich wechselnde Bento-Box mit Salat, einem Mini-asiatischen Burger, Sushi, Obstsalat und Dessert. Sina entschied sich für den Wok des Tages, der ihr ebenfalls sehr gut schmeckte.
Danach ließen wir uns wieder am Pool nieder – schließlich gehört es zu einer Reise wie dieser dazu, das Schiff in vollen Zügen zu genießen. Am Abend waren wir erneut im Med Yacht Club essen.
Doch der eigentliche Höhepunkt des Abends war die Karaoke in der Astern Lounge. Dieser Programmpunkt war einfach herrlich: Karaoke macht schließlich nur richtig Spaß, wenn keiner der Teilnehmer perfekt singen kann! Der Abend fühlte sich sehr familiär an; es war wunderbar, gemeinsam mit Gästen aus aller Welt und allen Altersgruppen zu lachen und Spaß zu haben.

Ancona/Italien
Wie wir es in der Woche bereits gewohnt waren, begrüßte uns auch in Ancona das beste Wetter, als wir im Hafen ankamen. Am Morgen überlegten wir, wie wir den Tag gestalten wollten: Einen größeren Ausflug spontan planen oder buchen? Vielleicht im Restaurant Fil Rouge essen gehen, das wir bisher verpasst hatten? Ins Spa statt zum Pool? Oder mal etwas ganz anderes unternehmen?
Letztendlich entschieden wir uns jedoch, den letzten Tag ganz entspannt mit den Aktivitäten zu verbringen, die uns bisher am besten gefallen hatten.
Wir starteten mit einem letzten Frühstück im Emporium Marketplace und erkundeten anschließend die Stadt Ancona bei einem gemütlichen Spaziergang. Zum Mittagessen gab es ein letztes Mal Wok und Tempura Shrimp Maki im Sakura-Restaurant, bevor wir uns wieder am Pool niederließen und den Nachmittag entspannt genossen.
Am Abend machten wir uns spontan auf den Weg zum (reservierungspflichtigen) Marble & Co. Grill und fragten, ob zufällig noch ein Tisch für zwei verfügbar sei – und wir hatten Glück!
Zum Abschluss ließen wir den Abend in der Astern Lounge und der Lobby Bar bei ein paar Gläschen ausklingen, bevor wir schließlich schlafen gingen.

Leider mussten wir uns schon am nächsten Tag wieder von der EXPLORA I verabschieden. Wir waren, wieder einmal, rundum begeistert! Besonders beeindruckend fanden wir die Freiheit und die zahlreichen Möglichkeiten an Bord: Es gibt unglaublich viel Platz – nicht nur in den großzügigen Suiten, sondern auch in den Restaurants. Die Auswahl an Sitzplätzen, auch an Fensterplätzen oder intimen Zweiertischen, lässt keine Wünsche offen. Und auch die Sonnenliegen und Sonnenbetten stehen reichlich zur Verfügung.
Es ist ein besonderes Erlebnis, auf einem Schiff mit wenigen Gästen, viel Raum und einer Fülle an Angeboten zu sein: 12 Innen- und Außenbars sowie 9 kulinarische Erlebnisse, darunter 6 Restaurants, bieten eine beeindruckende Vielfalt. Die Unterhaltungsmöglichkeiten decken wirklich jeden Geschmack ab – von klassischer Musik bis zur Disco, Verkostungen von Wein, Rum und Whiskey, Kochkurse, Live-Malerei und Aquarellkurse, informative Vorträge, Kinoabende und eine Auswahl an Fitness-, Entspannungs- und Ernährungskursen. Das abwechslungsreiche Programm wechselt regelmäßig und sorgt immer wieder für neue Erlebnisse. Eine Kreuzfahrt an Bord der Schiffe von Explora Journeys ist definitiv unser Tipp für Sie!
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