Unsere zweite offizielle UC-Gruppenreise führte vom 30. August bis 5. September 2026 mit der Silver Ray von Monte Carlo nach Barcelona. Unsere Kollegin Jennifer Weydt begleitete die Reise gemeinsam mit ihrem frisch angetrauten Ehemann. In diesem Silver-Ray-Reisebericht erzählt sie von den gemeinsamen Erlebnissen der Gruppe, ihren Eindrücken vom Schiff, den kulinarischen Angeboten an Bord und den besuchten Häfen im westlichen Mittelmeer.

Die Route

Monte Carlo, Monaco – Toulon, Frankreich – Palamós, Spanien – Palma de Mallorca, Spanien – Alicante, Spanien – Valencia, Spanien – Barcelona, Spanien

Informationen zur Silver Ray

Reederei: Silversea

Schiffsklasse: Nova-Klasse

Baujahr und Indienststellung: 2024

Bauwerft: Meyer Werft in Papenburg

Tonnage: 54.700 BRZ

Länge und Breite: 243,6 Meter / 29,6 Meter

Decks: 13

Gäste: maximal 728

Suiten: 364, ausschließlich Suiten mit privater Veranda

Bordsprache: Englisch

Besonderheiten: asymmetrisches, offenes Schiffsdesign mit rund 4.000 Quadratmetern Glasfläche, lichtdurchflutete öffentliche Bereiche, Butlerservice in jeder Suite, acht Restaurants sowie weitere kulinarische Angebote und das reisezielbezogene S.A.L.T.-Programm

Vorübernachtung in Nizza

Endlich war es so weit: Unsere zweite UC-Gruppenreise stand vor der Tür – und dieses Mal sollte es an Bord der wunderschönen Silver Ray von Silversea gehen.

Wir entschieden uns, bereits einen Tag vor der Kreuzfahrt anzureisen, und flogen mit Lufthansa von Frankfurt nach Nizza. Schon gegen 09:00 Uhr morgens landeten wir bei strahlendem Sonnenschein an der Côte d’Azur. Besser hätte der Start in die Reise kaum sein können.

Mit einem Uber ging es zunächst zu unserem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs von Nizza. Nachdem das Gepäck verstaut war, hatten wir noch fast den ganzen Tag vor uns – und den wollten wir natürlich nutzen.

Den Vormittag verbrachten wir mit einer Mischung aus Sightseeing und Shopping. Wobei ich zugeben muss: Beim zweiten Programmpunkt waren wir ausgesprochen erfolgreich.

Nizza selbst hat mir sehr gut gefallen. Die Stadt eignet sich mit ihren wunderschönen Gebäuden, den vielen Restaurants und Bars sowie zahlreichen kleinen und großen Geschäften perfekt dazu, sich einfach treiben zu lassen. Dazu kommen das mediterrane Flair, die Palmen und natürlich die Nähe zum Meer – die Côte d’Azur weiß eben ziemlich genau, wie sie ihre Gäste willkommen heißen muss.

Pasta, Hugo und ein perfekter erster Abend

Am Abend trafen wir uns mit einigen Gästen unserer Gruppe, die ebenfalls bereits einen Tag früher nach Nizza angereist waren.

Für unser gemeinsames Abendessen entschieden wir uns für das Restaurant La Favola. Eine Entscheidung, mit der wir offensichtlich nicht allein waren: Vor dem Restaurant bildete sich im Laufe des Abends eine beachtliche Schlange, und zahlreiche Gäste nahmen sogar eine Wartezeit von rund einer halben Stunde in Kauf.

Zum Abendessen bestellte ich Fusilli Pomodoro & Burratina – und wir waren alle hellauf begeistert. Ein vermeintlich einfaches Pastagericht, das wieder einmal bewiesen hat, dass es manchmal gar nicht viel braucht, wenn die Zutaten stimmen.

Nach dem Essen ließen wir den Abend ganz entspannt bei Drinks ausklingen. Für mich gab es – wenig überraschend – natürlich einen Hugo Spritz. Und weil ein Urlaub an der Côte d’Azur ohne Eis vermutlich offiziell als unvollständig gilt, durfte zum Abschluss auch das nicht fehlen.

Damit war der erste Abend bereits genau so, wie ich mir den Beginn einer Gruppenreise wünsche: gutes Essen, nette Gesellschaft, warme Sommerluft – und die Vorfreude darauf, am nächsten Tag endlich die Silver Ray zu betreten.

Mit dem Zug nach Monte Carlo – und einer kleinen Ehrenrunde

Am nächsten Morgen stürzten wir uns direkt ins nächste Abenteuer: Wir hatten uns vorgenommen, mit dem Zug von Nizza nach Monte Carlo zu fahren.

Die Tickets hatten wir bereits im Vorfeld gekauft, also sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Eigentlich. Preislich war die Verbindung übrigens ausgesprochen angenehm: Die Tickets lagen bei rund 4,50 Euro pro Person.

Gegen 10:00 Uhr trafen wir uns am Bahnhof von Nizza und konnten mit unseren Online-Tickets problemlos durch die Schranke zum Bahnsteig gelangen. Die Zugfahrt selbst dauerte nur etwa 20 Minuten und war damit angenehm kurz.

In Monte Carlo angekommen, stellte sich allerdings schnell heraus, dass die eigentliche Herausforderung nicht die Zugfahrt war, sondern der Weg vom Bahnhof zum Schiff. Sagen wir es so: Wir haben zunächst eine kleine ungeplante Sightseeing-Tour durch das Bahnhofsgebäude absolviert, bis wir endlich den richtigen Ausgang gefunden hatten.

Das besonders Lustige daran: Der für uns richtige Ausgang befand sich praktisch direkt neben den Gleisen. Manchmal liegt die Lösung eben näher, als man denkt.

Immer der Silver Ray nach

Nachdem wir es schließlich aus dem Bahnhof geschafft hatten, konnten wir auch schon die Silver Ray sehen. Ab diesem Moment schien die Navigation denkbar einfach: einfach immer dem Schiff entgegen und links herum um das Hafenbecken. Zumindest dachten wir das.

Denn je näher wir kamen, desto deutlicher wurde, dass wir einer kleinen optischen Täuschung aufgesessen waren. Die Silver Ray lag zwar scheinbar direkt vor uns auf der rechten Seite, die dazugehörige Pier zog sich jedoch weit nach links. Das Ergebnis: Das Schiff war zum Greifen nah – und gleichzeitig trennte uns ein ordentliches Stück Wasser davon.

Sehr beruhigend war immerhin, dass wir offensichtlich nicht die einzigen Gäste waren, denen es so ergangen war. Zu unserem Glück wartete direkt an dieser Stelle ein kleines Taxiboot, das die gestrandeten Kreuzfahrtgäste für 2 Euro pro Person auf die richtige Seite des Hafens brachte. Damit wurde aus unserem kleinen Navigationsproblem am Ende noch eine durchaus charmante Mini-Hafenrundfahrt.

Endlich an Bord der Silver Ray

Der Check-in bei Silversea verlief wie gewohnt angenehm reibungslos und unkompliziert. Noch vor dem Terminal gaben wir unsere Koffer ab, und im Hafengebäude erhielten wir bereits unsere Bordkarten. Anschließend machten wir noch schnell einen Stopp an unserer Musterstation. Das obligatorische Sicherheitsvideo konnten wir später ganz entspannt auf dem Fernseher in der Suite anschauen.

Damit war der organisatorische Teil auch schon erledigt und wir konnten uns endlich den wirklich wichtigen Dingen widmen.

Erster Stopp: La Terrazza

Unser erster Gang führte uns direkt ins Restaurant La Terrazza, wo wir einen wunderschönen Sitzplatz im Außenbereich ergatterten.

Das Buffet bot eine große Auswahl, und ich stellte mir direkt eine ziemlich wilde Mischung zusammen: Sushi, Poke Bowl, Beef und Kartoffelspalten. Kulinarisch vielleicht nicht ganz nach Lehrbuch kombiniert, aber im Urlaub gelten bekanntlich andere Regeln.

Mit Blick auf Monte Carlo, gutem Essen und der Silver Ray unter den Füßen war spätestens jetzt klar: Die Gruppenreise hatte offiziell begonnen.

Gegen 15:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserer Suite. Noch bevor wir überhaupt die Tür geöffnet hatten, wartete bereits die erste Überraschung auf uns. Zwei unserer Gäste hatten unsere „Haustür“ liebevoll dekoriert, unter anderem mit einer großen „Just Married“-Girlande.

Unsere Unterkunft für die kommende Woche war die Suite 7076, eine Classic Veranda Suite mit einem für diese Kategorie angenehm tiefen Balkon.

Unsere Classic Veranda Suite

Die Classic Veranda Suiten der Silver Ray sind rund 33 Quadratmeter groß. Davon entfallen normalerweise etwa fünf Quadratmeter auf die private Veranda; im Inneren stehen rund 28 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Und diese Fläche ist ausgesprochen gut genutzt.

Direkt beim Betreten befindet sich ein begehbarer Kleiderschrank mit Safe, in dem erfreulich viel Kleidung Platz findet. Zudem gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Kleiderbügeln.

Der Schlafbereich ist mit einem großen Bett ausgestattet, das auf Wunsch auch in zwei Einzelbetten getrennt werden kann. Dazu gibt es ein Kissenmenü und speziell angefertigte Matratzen.

Daran schließt sich ein gemütlicher Wohnbereich mit Sofa, Tisch sowie Schreib- beziehungsweise Schminktisch an. Durch die bodentiefen Glastüren fällt viel Licht in die Suite, und man gelangt direkt auf die eigene Teakholzveranda.

Unser Balkon war schön tief und bot genügend Platz, um es sich draußen gemütlich zu machen. Gerade morgens mit dem ersten Kaffee oder abends beim Einlaufen in einen Hafen ist eine eigene Veranda für mich einfach Gold wert.

Auch das Badezimmer hat mir sehr gut gefallen. Die Veranda Suiten verfügen über ein elegantes Marmorbad mit großem Waschtisch sowie, je nach genauer Suite, einer separaten Dusche beziehungsweise einer Kombination aus Badewanne und Dusche. Flauschige Bademäntel, Hausschuhe, Föhn und hochwertige Pflegeprodukte gehören selbstverständlich ebenfalls dazu.

Außerdem stehen eine Minibar beziehungsweise ein Kühlschrank zur Verfügung, die nach den eigenen Vorlieben bestückt werden können. Hinzu kommen USB-C-Lademöglichkeiten, ein großer Fernseher mit Mediathek und natürlich WLAN.

Kurz gesagt: Alles da, was man für ein sehr komfortables Zuhause auf Zeit benötigt. Und wenn etwas fehlt, gibt es schließlich noch jemanden, den man fragen kann.

Unser Butler – jetzt sogar per WhatsApp erreichbar

Fast zeitgleich mit unserer Ankunft in der Suite stellte sich auch schon unser Butler vor. Persönlicher Butler-Service gehört bei Silversea unabhängig von der gebuchten Suitenkategorie zum Reiseerlebnis.

Auf dieser Reise entdeckten wir außerdem eine für mich neue und ausgesprochen praktische Möglichkeit: In der Suite befindet sich ein QR-Code, über den man unkompliziert einen WhatsApp-Chat starten und mit dem Butler kommunizieren kann.

Kein Telefonieren, kein Warten und kein „Ich rufe später noch einmal an“ – einfach kurz eine Nachricht schreiben.

Diese digitale Kommunikation wird mittlerweile auch in anderen Bereichen des Schiffes genutzt. Ich persönlich stand vor allem aus organisatorischen Gründen regelmäßig per Chat mit dem Guest Relations Team in Kontakt.

Gerade bei einer Gruppenreise mit mehreren Gästen, Reservierungen und kleinen organisatorischen Fragen war das für mich unglaublich angenehm. Statt jedes Mal persönlich zur Rezeption zu laufen oder anzurufen, konnte ich vieles schnell zwischendurch klären.

Eine kleine Neuerung, die vielleicht zunächst unspektakulär klingt, den Alltag an Bord aber tatsächlich deutlich komfortabler macht.

Champagnerempfang zum Auftakt der Gruppenreise

Am frühen Abend war es endlich so weit: Unser Champagnerempfang im Außenbereich der Panorama Lounge stand auf dem Programm.

Für mich war dieser Moment etwas ganz Besonderes. Es war wunderschön, nach all den Gesprächen im Vorfeld nun jeden unserer Gäste persönlich begrüßen zu können und endlich auch die Gesichter zu den bereits bekannten Stimmen und Namen zu sehen.

Bei einem Glas Champagner, herrlichem Wetter und Blick aufs Meer kam direkt die richtige Urlaubsstimmung auf. Gleichzeitig hatte man das Gefühl: Jetzt beginnt unsere Gruppenreise wirklich.

Gemeinsames Dinner im La Terrazza

Im Anschluss ging es für unsere Gruppe zum Abendessen ins La Terrazza. Für uns war ein eigener Bereich mit festlich eingedeckten Tafeln vorbereitet worden. So konnten alle ganz entspannt zusammensitzen, sich kennenlernen und die ersten Reisegeschichten austauschen.

Kulinarisch starteten wir mit einer großen Auswahl an Antipasti zum Teilen – perfekt für einen geselligen Abend. Danach entschied ich mich für Gnocchi in einer cremigen Sauce mit Trüffel. Spätestens hier war klar, dass Trüffel auch auf dieser Reise wieder eine verdächtig große Rolle in meiner persönlichen Ernährung spielen würde.

Zum Dessert gab es für mich ganz klassisch frische Erdbeeren mit Sahne: leicht, lecker und nach dem eher üppigen Hauptgang genau das Richtige.

Ein rundum gelungener erster Abend mit gutem Essen, tollen Gesprächen und der Vorfreude auf alles, was in den kommenden Tagen noch vor uns lag.

Toulon – ein entspannter Start in den Tag

Der nächste Morgen begann für mich ausgesprochen entspannt: Zum ersten Mal seit gefühlt einer Ewigkeit hatte ich tatsächlich bis 09:00 Uhr geschlafen. Offenbar hatte ich den Urlaub nun endgültig verstanden.

Für den perfekten Start in den Tag studierte ich zunächst das Tagesprogramm. Dieses nennt sich bei Silversea übrigens „Silversea Chronicles“ und ist im Stil einer kleinen Tageszeitung gestaltet. Eine wirklich charmante Idee und perfekt, um beim ersten Kaffee zu schauen, was der Tag so bereithält.

Dabei stellte ich erfreut fest, dass ich entgegen meiner Befürchtung das Frühstück keineswegs verschlafen hatte: Im The Marquee wird nämlich bis 11:00 Uhr Frühstück serviert. Perfekt für Langschläfer – oder für Menschen, die einfach der Meinung sind, dass ein Wecker im Urlaub grundsätzlich nichts zu suchen hat.

Frühstück unter freiem Himmel

Im The Marquee gibt es am Morgen eine schöne Auswahl an frischen und gesunden Gerichten, die ganz entspannt à la carte bestellt werden können.

Für mich gab es einen frisch gepressten Orangensaft und einen Bagel mit Lachs. Dazu die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut und der Blick auf’s Meer; so darf ein Urlaubstag gerne beginnen.

Ein kleiner Spaziergang durch Toulon

Anschließend machten wir uns auf den Weg, Toulon ein wenig zu erkunden. Vom Schiff aus lässt sich das Stadtzentrum bequem zu Fuß erreichen, sodass wir uns einfach treiben ließen und ein wenig durch die Straßen spazierten.

Ich muss allerdings gestehen: So richtig sprang der Funke bei uns dieses Mal nicht über. Natürlich ist das immer Geschmackssache, und manchmal liegt es vielleicht auch einfach an der eigenen Tagesform. Wir waren uns jedenfalls ziemlich schnell einig, dass wir bei einem nächsten Besuch wahrscheinlich lieber einen Tagesausflug nach Saint-Tropez unternehmen würden.

Und so beschlossen wir, das wunderschöne Wetter lieber anderweitig zu nutzen.

Plan B: Pool

Zurück an Bord machten wir es uns am Pool gemütlich und genossen Sonne, Meerblick und das süße Nichtstun.

Was mir bei Silversea übrigens ausgesprochen gut gefällt: Man kann sich Gerichte aus dem The Marquee ganz bequem an den Pool bringen lassen. Natürlich mussten wir diesen Service rein zu Recherchezwecken direkt ausprobieren.

Für uns gab es einen kleinen, wunderbar saftigen Burger – der perfekte Snack für einen entspannten Nachmittag am Pool. Manchmal ist Plan B eben doch der bessere Plan. Vor allem, wenn er aus einer Sonnenliege, einem Burger und Meerblick besteht.

Aperitif mit Aussicht

Nachdem wir genug Sonne getankt hatten, ging es für einen Aperitif in meine Lieblingsbar an Bord: die The Dusk Bar auf Deck 10 am Heck.

Gerade beim Auslaufen ist sie für mich einer der schönsten Orte auf der Silver Ray. Mit einem Drink in der Hand, dem Blick auf die langsam kleiner werdende Küste und die Heckwelle vor sich, kommt einfach sofort dieses ganz besondere Kreuzfahrtgefühl auf.

Unser neues Lieblingsrestaurant

Am Abend ging es für uns – man mag es kaum glauben – erneut ins The Marquee. Ich kann an dieser Stelle schon einmal vorwegnehmen: Dieses Restaurant wird in diesem Blogartikel noch öfter auftauchen. Wir hatten ziemlich schnell beschlossen, dass es sich zu einem unserer absoluten Lieblingsorte an Bord entwickeln würde.

Am Abend verwandelt sich das The Marquee in ein Steakhouse-Konzept. Zu Beginn gab es zunächst einen kleinen Gruß aus der Küche mit verschiedenen Snacks und Dips. Besonders schön: Diese Auswahl wechselt von Abend zu Abend, sodass man immer wieder etwas Neues probieren kann.

Als Vorspeise entschied ich mich für die Blooming Onion, eine aufgeschnittene und frittierte Zwiebel, die mit verschiedenen Dips serviert wird. Definitiv nichts für Menschen, die beim Abendessen möglichst elegant aussehen möchten. Geschmacklich dafür umso besser.

Zur Hauptspeise kam schließlich das, auf das ich mich besonders gefreut hatte: der Hot Stone. Dabei werden heiße Steine direkt auf den Tisch gestellt, auf denen man sein Fleisch oder seinen Fisch selbst ganz nach dem eigenen Geschmack braten kann.

Wer seiner eigenen Grillkunst nicht ganz traut, kann diese Aufgabe natürlich auch ganz entspannt den Profis in der Küche überlassen. Ich entschied mich allerdings für die mutige Variante und bestellte ein Filet Mignon mit Ofenkartoffel.

Und wenn ich an dieser Stelle meine eigenen Fähigkeiten kurz loben darf: Das Steak wurde perfekt medium rare. Vielleicht schlummert in mir doch noch eine kleine Grillmeisterin.

Wie so oft blieb anschließend leider kein Platz mehr für ein Dessert. Man muss schließlich Prioritäten setzen.

Ein Absacker in der S.A.L.T. Bar

Im Anschluss zog es uns noch auf einen Absacker in die S.A.L.T. Bar. Hier wollte ich unbedingt den Signature Drink der Silver Ray ausprobieren: den Cosmic Ray.

Der Cocktail besteht aus Lillet Blanc, Malfy Con Limone, Lavendel, Curaçao, Crème de Violette, Limette, Himbeere, pasteurisiertem Eiweiß und Orangenaromen.

Serviert wurde er in einem Martini-Glas und sah wirklich spektakulär aus. Auf dem Cocktail thronte eine große Blase, die mit Nebel gefüllt war und beim Platzen einen beeindruckenden kleinen Showeffekt erzeugte. Optisch definitiv ein Highlight.

Geschmacklich muss ich allerdings gestehen: Ich bleibe wohl doch meinem Hugo treu.

Aber auch hier gilt: Probieren musste sein – schließlich betreibe ich diesen Blog ausschließlich im Dienste der kulinarischen Forschung.

Palamós – Sonnenaufgang und Stadtrundgang

Nachdem ich am Vortag erstaunlich lange geschlafen hatte, war an diesem Morgen plötzlich das komplette Gegenteil der Fall: Bereits um 06:00 Uhr war ich hellwach.

Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm: Oder in meinem Fall zumindest eine Idee, die ich bei inzwischen 33 Kreuzfahrten tatsächlich noch nie umgesetzt hatte.

Ich machte mich auf den Weg zum Pool beziehungsweise zur The Dusk Bar, um mir ganz in Ruhe den Sonnenaufgang auf See anzuschauen. Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt.

Während das Schiff ruhig durchs Wasser glitt und der Himmel langsam heller wurde, war es unglaublich friedlich an Deck. Keine Hektik, kaum andere Gäste, nur Meer, Morgenlicht und dieses ganz besondere Gefühl, den Tag vor allen anderen beginnen zu lassen.

Eigentlich hatte ich mir anschließend sogar vorgenommen, einmal an der Relaxing Morning Meditation um 07:00 Uhr teilzunehmen. Das Vorhaben blieb allerdings eher theoretischer Natur. Mit dem frühen Aufstehen hat es an den darauffolgenden Tagen nämlich nicht mehr ganz so zuverlässig funktioniert. Der gute Wille war aber da.

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass mir das Tagesprogramm auf dieser Reise wirklich sehr gut gefallen hat. Jeden Tag gab es eine abwechslungsreiche Mischung aus Sportangeboten, Informationsveranstaltungen, Livemusik, Shows, Bingo und Trivia.

Damit war eigentlich für jeden etwas dabei – egal, ob man den Tag aktiv beginnen, etwas lernen, sich unterhalten lassen oder beim Trivia mit gefährlichem Halbwissen glänzen wollte.

Frühstück im The Marquee

Im Anschluss ging es – wenig überraschend – wieder ins The Marquee zum Frühstück. Für mich gab es an diesem Morgen Brot mit einem frischen Avocado-Aufstrich. Einfach, leicht und genau das Richtige nach meinem überraschend aktiven Start in den Tag.

Gegen Mittag starteten wir dann zu unserem mittlerweile fast schon traditionellen „Stadtkontroll-Rundgang“.

Vom Schiff brachte uns ein kurzer Transfer von vielleicht zwei Minuten aus dem Hafenbereich hinaus. Danach waren wir auf uns allein gestellt.

Palamós soll tatsächlich einige sehr schöne Ecken, Strände und kleine Buchten haben. Wir haben sie nur leider nicht gefunden. Manchmal ist Sightseeing eben auch einfach eine sehr ehrliche Bestandsaufnahme.

Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer. Beim nächsten Mal würde ich deutlich früher von Bord gehen und mir direkt ein Taxi zu einer der Buchten nehmen.

Mehrere Gäste haben mir besonders die Cala s’Alguer empfohlen. Die kleine, geschützte Bucht liegt etwas außerhalb von Palamós und ist vor allem für ihre traditionellen Fischerhäuschen direkt am Wasser bekannt.

Genau so hatte ich mir die Costa Brava eigentlich vorgestellt: kleine Boote, klares Wasser und eine ruhige Bucht statt Stadtrundgang bei Mittagssonne.

Arts Café, Pool und kleine Silversea-Details

Zurück an Bord machten wir zunächst einen kleinen Zwischenstopp im Arts Café. Hier werden über den Tag verteilt immer wieder wechselnde Kleinigkeiten angeboten. Morgens gibt es zum Beispiel kleine belegte Baguettes und Croissants, am Abend Käseplatten, Antipasti und Canapés. Mittags warten leichte Salate und eine große Auswahl an Gebäck.

Natürlich musste ich mich für diesen Blog durchtesten. Meine Wahl fiel auf den Karottenkuchen. Der bestand den Geschmackstest mit Bravour. Saftig, aromatisch und genau richtig für eine kleine süße Pause zwischendurch.

Im Anschluss machten wir es uns wieder am Pool gemütlich. Was ich an Luxuskreuzfahrtschiffen immer besonders genieße, ist das großzügige Platzangebot. Man muss nicht schon morgens um sieben mit einem Handtuch bewaffnet auf Liegenjagd gehen, sondern findet auch später am Tag problemlos einen schönen freien Platz.

Genau so sollte Urlaub für mich sein: entspannt, unkompliziert und ohne olympischen Wettbewerb um die beste Sonnenliege.

Zwei Kleinigkeiten sind mir bei Silversea außerdem besonders positiv aufgefallen. Zum einen stehen an den Pools ausreichend Sonnenschirme bereit – perfekt für alle, die zwar draußen sitzen möchten, aber nicht den ganzen Tag in der direkten Sonne verbringen wollen.

Zum anderen gibt es eine eigene Sunscreen Area. Dort stehen für die Gäste kostenfrei Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 30 und 50 sowie After-Sun-Produkte zur Verfügung.

Gerade bei den hohen Temperaturen war das wirklich ein tolles Extra. Definitiv eines dieser kleinen Details, bei denen man merkt, dass mitgedacht wurde.

Kulinarisch durfte natürlich auch am Pool nichts fehlen: Wir teilten uns noch eine Diavolo-Pizza aus dem The Marquee. Sonne, Pool und Pizza, manchmal braucht ein perfekter Urlaubstag wirklich nicht viel mehr.

Ein weiteres kleines Detail, das sich sehr schnell zu einem unserer täglichen Highlights entwickelte, war der Eiscreme-Stand am Pool. Jeden Tag gab es dort ein wechselndes Sorbet und eine Milcheissorte. Dazu konnte man zwischen Schoko- und Karamellsauce wählen und das Ganze noch mit verschiedenen Toppings verfeinern.

Natürlich mussten wir regelmäßig kontrollieren, ob die Qualität auch an den Folgetagen konstant blieb. Spoiler: Sie blieb. Gerade an warmen Seetagen war ein Eis am Pool die perfekte kleine Erfrischung zwischendurch.

Am Abend ging es für uns – ich traue es mich fast nicht mehr zu sagen – erneut ins The Marquee. Der Vorabend hatte uns so gut gefallen, dass wir direkt beschlossen hatten, dem Restaurant noch einmal einen Besuch abzustatten.

Als Vorspeise teilten wir uns dieses Mal einen Couscous-Salat mit Zitronen-Vinaigrette sowie einen Pasta-Salat mit Feta. Leicht, frisch und genau richtig für einen warmen Abend.

Silent Disco und ein Abend mit der Gruppe

Später stand noch ein weiteres Programmhighlight auf dem Plan: die Silent Disco. Am Eingang erhält jeder Gast Kopfhörer und kann zwischen drei verschiedenen Musikkanälen wählen. Je nachdem, für welchen Kanal man sich entscheidet, leuchten die Kopfhörer in einer anderen Farbe.

Das eigentlich Lustige daran: Auf der Tanzfläche selbst läuft keine hörbare Musik. Von außen betrachtet sieht man also Menschen, die völlig begeistert zu unterschiedlichen Rhythmen tanzen, während man gleichzeitig ein buntes Durcheinander aus Gesang hört.

Ein Teil der Gäste tanzt vielleicht gerade zu einem Disco-Klassiker, die nächsten zu Pop und wieder andere zu einem komplett anderen Beat. Allein beim Zuschauen war das schon ein echtes Highlight – und spätestens, wenn jemand vollkommen überzeugt einen Refrain mitsingt, den außer ihm gerade niemand hören kann, wird es wirklich unterhaltsam.

Im Anschluss ließen wir den Abend gemeinsam mit einigen Gästen ganz entspannt im Außenbereich der Panorama Lounge ausklingen. Bei angenehmen Temperaturen, guten Gesprächen und Blick aufs Meer war das genau der richtige Abschluss für einen weiteren wunderschönen Tag an Bord.

Palma de Mallorca – ein besonderer UC-Landausflug

Der Morgen begann wieder ganz entspannt im The Marquee. Bei strahlendem Sonnenschein gab es für mich ein Bircher Müsli mit frischen Beeren: leicht, frisch und genau richtig für den Start in den Tag.

Anschließend standen für mich noch ein paar organisatorische Aufgaben rund um unsere Gruppenreise an, bevor es mittags mit dem nächsten gemeinsamen Programmpunkt weiterging.

Um 12:00 Uhr traf sich unsere Gruppe für einen ganz besonderen Landausflug. Mit dem Reisebus ging es in nur knapp 20 Minuten zur idyllisch gelegenen Finca La Real vor den Toren Palmas.

Dort erwartete uns bei herrlichem Sonnenschein eine wunderschön vorbereitete Kulisse mit zwei langen, festlich eingedeckten Tafeln – genau so stellt man sich einen entspannten mallorquinischen Mittag vor.

Für unsere Gruppe war ein exklusives Tapas-Menü vorbereitet worden, zusammengestellt vom österreichischen Spitzenkoch Gerhard Berktold, der unter anderem im Alpenhof in Murnau und im legendären Tristan auf Mallorca gearbeitet hat.

Das Essen war wirklich hervorragend und bestand aus vielen verschiedenen mallorquinisch inspirierten Gängen zum Teilen. Los ging es mit Brot, Oliven, Aioli und Meersalz sowie einer Auswahl an Ibérico-Spezialitäten mit Ramallet-Tomaten und Oliven.

Danach folgten unter anderem Pimientos de Padrón, eine Krokette vom Mahón-Käse mit Thymian und Paprika-Chutney, Frito Mallorquín vom saisonalen Gemüse, pochierter Wolfsbarsch mit Artischocken und Tapenade sowie geschmorte Ochsenbacke mit Süßkartoffeln und Rotweinsauce. Zum Abschluss gab es einen mallorquinischen Mandelkuchen mit Orangen.

Gerade die Kombination aus der entspannten Atmosphäre der Finca, den langen Tafeln, dem guten Essen und der gemeinsamen Zeit mit unserer Gruppe machte diesen Ausflug für mich zu etwas ganz Besonderem.

Es war weniger ein klassischer Landausflug und vielmehr ein richtig schöner Genussnachmittag – genau die Art von Erlebnis, die man noch lange mit einer Reise verbindet.

Am Nachmittag kamen wir wieder zurück an Bord. Offenbar hatten viele Gäste dieselbe Idee wie wir: ab an den Pool. Nach den heißen Mittagsstunden auf Mallorca war die Abkühlung genau das Richtige.

Entsprechend gut besucht war der Poolbereich, trotzdem blieb die Atmosphäre entspannt. Ein bisschen Sonne, zwischendurch ins Wasser springen und einfach nichts tun. Manchmal ist genau das der perfekte Plan für einen Kreuzfahrtnachmittag.

Am Abend zog es uns zunächst wieder in die The Dusk Bar. Bei einem Aperitif, kleinen Canapés und dem Blick auf die langsam kleiner werdende Küste genossen wir das Auslaufen – für mich nach wie vor einer der schönsten Momente eines Kreuzfahrttages.

Im Anschluss ging es zum Abendessen ins La Terrazza, wo wir einen wunderschönen Platz im Außenbereich mit perfektem Blick auf die Kielwelle ergatterten.

Als Vorspeise gab es den beliebten Klassiker Caprese sowie ein Rindertatar. Danach musste ich nicht lange überlegen und bestellte noch einmal die fantastischen Trüffel-Gnocchi, die mich bereits am ersten Abend begeistert hatten. Manche Gerichte verdienen eben ganz eindeutig eine Wiederholung.

Danach ging es für uns hoch auf Deck 10 zur Poolparty. Eine Live-Band und ein DJ wechselten sich ab und sorgten mit bekannten Hits schnell für gute Stimmung. Dazu gab es kühle Drinks und sogar einen Crêpe-Stand. Spätestens da war klar, dass der Abend kulinarisch noch nicht ganz vorbei war.

Die Atmosphäre war herrlich ungezwungen: Musik, warme Abendluft und ein gut gelaunter Mix aus Gästen, die entweder tanzten oder einfach mit einem Drink in der Hand das Treiben genossen. Ein sehr schöner Abschluss für unseren Tag auf Mallorca.

Alicante – Promenade, Kaiseki und Karaoke

Nach einer durchtanzten Nacht wachten wir am nächsten Morgen entsprechend etwas später in Alicante auf. Zum Frühstück ging es für uns – inzwischen beinahe schon Routine – ins The Marquee.

Wir schätzen dort vor allem die ruhige Atmosphäre fernab vom klassischen Gewusel eines Frühstücksbuffets. Für mich gab es eine kleine Obstplatte und natürlich wieder meinen Lachsbagel. Manche Urlaubsgewohnheiten etablieren sich erstaunlich schnell.

Beim Studieren der Silversea Chronicles entdeckte ich, dass Silversea einen kostenfreien Hafenshuttle anbot, der laut Tagesprogramm ins Stadtzentrum fahren sollte.

„Stadtzentrum“ war dabei allerdings ein wenig großzügig ausgelegt: Der Endpunkt befand sich direkt außerhalb des Hafenterminals am Fuente de la Plaza del Puerto. Von dort waren es zu Fuß noch etwa 25 bis 30 Minuten bis zum Castillo de Santa Bárbara beziehungsweise in die Innenstadt.

Wir entschieden uns für die zweite Variante und ließen uns einfach ein wenig durch Alicante treiben. Besonders gut gefiel uns die wunderschöne Promenade mit ihren Palmen und dem mediterranen Flair. Bei strahlendem Sonnenschein lässt es sich hier wunderbar spazieren. Ohne großen Plan und ganz entspannt.

Im Nachhinein weiß ich allerdings schon genau, was ich bei meinem nächsten Besuch machen würde: Ich würde die Altstadt erkunden und dabei bis in das höher gelegene Viertel Santa Cruz hinaufspazieren. Das historische Viertel liegt am Hang unterhalb des Castillo de Santa Bárbara und wirkt mit seinen engen Gassen, kleinen Treppen, weiß getünchten Häusern, blauen Türen und Fensterläden sowie den vielen bunten Blumentöpfen fast wie eine eigene kleine Welt. Genau diese verwinkelten, charmanten Ecken sind normalerweise die Orte, die ich auf einer Reise am liebsten entdecke. Besonders am Abend stelle ich mir Santa Cruz wunderschön vor, wenn die schmalen Straßen in warmes Licht getaucht sind.

Für Alicante gilt für mich deshalb: Beim ersten Besuch ein wenig treiben lassen – und beim nächsten Mal weiß man dann ganz genau, wohin man möchte.

Zurück an Bord testeten wir noch einen meiner kleinen Silversea-Geheimtipps: Zum Mittagessen kann man das Kaiseki besuchen. Während am Abend auf der Silver Ray eine Reservierungsgebühr von 80 US-Dollar pro Person anfällt, ist das Restaurant mittags ohne Aufpreis zugänglich.

Das Kaiseki widmet sich ganz der japanischen Küche und setzt auf die für Japan typische Verbindung aus Präzision, Ausgewogenheit und hochwertigen Zutaten.

Mittags ist das Konzept etwas leichter und unkomplizierter: Auf der Karte stehen unter anderem Sushi, Sashimi und verschiedene Izakaya-inspirierte Gerichte. Am Abend wird das Ganze deutlich exklusiver. Dann finden sich beispielsweise Miso Black Cod und Wagyu Teriyaki auf der Speisekarte, begleitet von einer Auswahl an Sake, japanischem Whisky und Tee.

Für mich war der Lunch genau das Richtige nach unserem Spaziergang durch Alicante. Ich entschied mich für eine leichte Miso-Ramen-Suppe und dazu eine kleine Auswahl an vegetarischem Sushi.

Gerade wenn man das Restaurant einmal kennenlernen möchte, ohne direkt einen Abend dafür einzuplanen, ist der Lunch im Kaiseki für mich eine tolle Gelegenheit. Definitiv ein Tipp von mir.

Dann folgte wieder unser inzwischen bestens etabliertes Ritual: der Nachmittag am Pool. Besonders gut gefällt mir bei Silversea, dass die Crew zwischendurch immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten vorbeikommt.

Mal gibt es angenehm kühle Handtücher mit Minzduft, mal ein Wassereis am Stiel oder frische Obstspieße. Es sind genau diese kleinen Gesten, die einen entspannten Poolnachmittag noch ein bisschen besonderer machen.

Am Abend stand bereits das nächste kulinarische Highlight auf dem Programm: Wir hatten eine Reservierung im Silver Note.

Das Restaurant ist als eleganter Supper Club konzipiert und verbindet Fine Dining mit Live-Musik und einer wunderbar intimen Atmosphäre. Auch die Speisekarte unterscheidet sich deutlich von den anderen Restaurants an Bord: Statt klassischer großer Gänge werden kreative Small Plates mit internationalen Einflüssen serviert.

So kann man sich im Laufe des Abends durch mehrere unterschiedliche Gerichte probieren und diese miteinander kombinieren. Gerade zusammen mit der Live-Musik fühlt sich der Besuch weniger wie ein normales Abendessen und mehr wie ein kleiner stilvoller Abendclub auf See an.

Diese Mischung aus gutem Essen und Live-Musik macht das Silver Note für mich zu einem der besonderen Abendrestaurants an Bord. Für das Abendessen ist eine Reservierung erforderlich, was bei der eher intimen Atmosphäre auch durchaus Sinn ergibt.

Nach dem fantastischen Abendessen zog es uns noch in die Panorama Bar, wo an diesem Abend Karaoke auf dem Programm stand. Die Stimmung war herrlich locker und ausgelassen – genau der richtige Kontrast zum eleganten Dinner zuvor.

Einige Gäste bewiesen dabei erstaunlich viel Talent, andere vor allem sehr viel Mut. Wir gehörten eher zur Kategorie „begeistert mitsingen“, und so wurde aus dem geplanten Absacker schnell noch ein sehr unterhaltsamer Abend.

Valencia – unser letzter Reisetag

In unseren letzten Tag startete ich ein letztes Mal mit meinem mittlerweile liebgewonnenen Lachsbagel im The Marquee, bevor es anschließend mit dem kostenfreien Shuttlebus von Silversea nach Valencia ging.

Dieses Mal wurden wir ausgesprochen zentral an den Torres de Serranos abgesetzt. Die beiden mächtigen Türme stammen aus dem späten 14. Jahrhundert und gehörten einst zu den wichtigsten Stadttoren der mittelalterlichen Stadtmauer Valencias. Heute zählen sie zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und markieren praktisch den perfekten Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die historische Altstadt.

Von dort machten wir uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Kathedrale von Valencia. Schon das Gebäude selbst ist spannend, da sich hier verschiedene Baustile aus mehreren Jahrhunderten miteinander verbinden von romanischen Elementen über Gotik bis hin zum Barock.

Besonders bekannt ist die Kathedrale allerdings für die Kapelle des Heiligen Kelchs. Dort wird ein Kelch aus poliertem Achat aufbewahrt, der der Überlieferung nach beim Letzten Abendmahl verwendet worden sein soll. Auch die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nutzten den Kelch bei ihren Besuchen in Valencia für die Eucharistiefeier.

Ob man nun religiös ist oder nicht: Allein die jahrhundertealte Geschichte rund um dieses kleine Gefäß ist ziemlich faszinierend.

Für mich darf bei einem Besuch in Valencia außerdem ein Abstecher zum Mercado Central auf keinen Fall fehlen. Die wunderschöne Markthalle gehört zu den eindrucksvollsten modernistischen Gebäuden der Stadt und ist mit mehr als 8.000 Quadratmetern gleichzeitig einer der größten Märkte für frische Lebensmittel in Europa.

Im Inneren findet man unzählige Stände mit Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse, Gewürzen und natürlich jeder Menge spanischer Spezialitäten.

Ich liebe solche Markthallen ohnehin: Man kann ein bisschen schauen, ein bisschen probieren und sich dabei hervorragend einreden, dass sämtliche Einkäufe selbstverständlich zur kulturellen Weiterbildung gehören. Gerade der Mercado Central ist dafür der perfekte Ort bunt, lebendig und voller mediterraner Gerüche und Aromen.

Abschied von unserer Reisegruppe

Am Abend stand schließlich schon die Verabschiedung unserer Gruppe in der The Dusk Bar an. Bei Champagner, kleinen Canapés und dem Blick aufs Meer kamen noch einmal alle zusammen.

Für mich war das tatsächlich ein sehr emotionaler Moment: Wochen- und monatelang plant man eine solche Reise, spricht mit vielen Gästen im Vorfeld und fiebert gemeinsam darauf hin – und plötzlich sitzt man am letzten Abend zusammen und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist.

Was mich besonders gefreut hat, war zu sehen, wie aus vielen einzelnen Reisenden im Laufe der Woche eine richtig schöne Gemeinschaft entstanden ist. Es wurde gemeinsam gegessen, gelacht, getanzt und natürlich auch die ein oder andere Urlaubsgeschichte produziert, über die man wahrscheinlich noch länger sprechen wird.

Genau solche Momente machen eine Gruppenreise für mich besonders. Ehrlich gesagt war ich an diesem Abend schon ein kleines bisschen wehmütig, dass unsere gemeinsame Zeit an Bord nun fast vorbei war.

Ein letztes kulinarisches Highlight im S.A.L.T. Kitchen

Im Anschluss ging es für uns zum Abendessen ins S.A.L.T. Kitchen. Das Restaurant gehört zum Silversea-Konzept S.A.L.T. – Sea And Land Taste, bei dem die kulinarische Kultur der bereisten Regionen direkt an Bord erlebbar gemacht wird.

Besonders spannend ist dabei, dass sich die Speisekarte je nach Route und Reiseziel verändert. Neben einer festen Auswahl regionaler Klassiker gibt es zusätzliche Gerichte, die sich ganz konkret an den Destinationen der jeweiligen Reise orientieren.

Man bekommt hier also nicht einfach irgendeine internationale Speisekarte serviert, sondern setzt die Reise kulinarisch noch einmal fort. Dazu gibt es eine große Auswahl von über 160 regionalen Weinen, die passend zu den unterschiedlichen Gerichten zusammengestellt wurden.

Das S.A.L.T. Kitchen ist außerdem bereits im Reisepreis enthalten und funktioniert am Abend mit freier Platzwahl.

Gerade für unseren letzten Abend fand ich dieses Konzept besonders passend: noch einmal gemeinsam essen, verschiedene Aromen der bereisten Region entdecken und dabei die vergangenen Tage Revue passieren lassen.

Danach ließen wir den Abend – wie es sich für unsere Gruppe inzwischen fast schon gehörte – gemeinsam in der Panorama Bar ausklingen.

Bei Drinks, vielen Gesprächen und dem Wissen, dass am nächsten Morgen bereits die Heimreise anstand, wurde es noch einmal ein sehr schöner, gemütlicher Abschluss. Ein bisschen traurig war ich trotzdem. Aber das ist vermutlich das beste Zeichen dafür, dass die Reise genau so war, wie man sie sich gewünscht hat.

Mein Fazit zur UC-Gruppenreise mit der Silver Ray

Unsere zweite UC-Gruppenreise war für mich eine ganz besondere Woche. Die moderne und lichtdurchflutete Silver Ray, das großzügige Platzangebot, die vielen Restaurants und Bars sowie die kleinen aufmerksamen Details an Bord haben mir sehr gut gefallen. Kulinarisch gehörten das The Marquee, das Silver Note und das S.A.L.T. Kitchen für mich zu den Höhepunkten der Reise.

Noch wichtiger waren jedoch die gemeinsamen Erlebnisse mit unserer Gruppe: der Champagnerempfang vor Monte Carlo, die Abende an Bord, die Silent Disco und vor allem unser gemeinsamer Genussnachmittag auf der Finca La Real auf Mallorca. Aus vielen einzelnen Reisenden wurde im Laufe weniger Tage eine schöne Gemeinschaft. Genau das macht eine begleitete UC-Gruppenreise für mich aus. Ich freue mich schon auf die nächste.

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